Rouladen-Schichtbraten-Rezept zum Mittag, bringt herzhafte Hausmannskost auf den Tisch.

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Rouladen kennt man. Aber was ist mit einem Rouladen-Schichtbraten? Der sieht zwar aufwendig aus, ist aber erstaunlich einfach nachzukochen. Nur ein bisschen Zeit solltest du einplanen. Dann wirst du allerdings wirklich belohnt – denn der Braten zergeht beim Essen förmlich auf der Zunge.

Dafür brauchst du:

Für den Braten:

  • 8 Scheiben Rouladenfleisch (Rind, ca. 3 kg) 
  • Salz, Pfeffer
  • 5 EL Senf
  • 20 Scheiben Bacon
  • 7 mittelgroße, in Ringe geschnittene Zwiebeln
  • 200 g in Scheiben geschnittene Essiggurken

Für das Gemüse / die Soße:

  • Öl zum Anbraten
  • 200 g kleingeschnittene Karotten
  • 150 g gewürfelten Sellerie
  • 150 g kleingeschnittene, rote Zwiebeln
  • 150 g in Ringe geschnittenes Lauch
  • 1 EL Tomatenmark
  • 300 ml Rotwein
  • 1 l Brühe

So geht es:

  1. Nimm für eine Schicht jeweils 2 Rouladenscheiben: Lege sie so nebeneinander, dass sie teilweise überlappen. Salze und pfeffere sie, bevor du die Oberfläche mit Senf bestreichst. Je nach Größe der Fläche kommen nun ca. 4 Scheiben Bacon nebeneinander darauf. Anschließend belegst du den Bacon möglichst gleichmäßig mit Zwiebeln und danach mit einer Schicht Gurkenscheiben. Klappe das Fleisch nun zuerst an den längeren und dann an den kurzen Seiten nach innen. Jetzt solltest du das Fleisch in Rechteckform vor dir haben.
  2. Wiederhole das Prozedere viermal. Türme dabei eine Fleischlage auf die andere.
  3. Nimm jetzt ein langes Stück Küchengarn und binde es um die 5 gestapelten Rouladenschichten. Beginne damit, mit dem Garn eine Schlaufe an einem Ende des Rouladenstapels zu binden und an der Oberseite einen Doppelknoten zu machen. Für die im Video verwendete Methode hältst du eines der nun gleich langen Garnstücke fest und wickelst das andere um den Braten herum. Wichtig für die nächsten Schritte ist, die Schnur nicht zu fest zu zurren, sondern nur so, dass sie das Fleisch gut zusammenhält.
  4. Schlage ca. 2 cm zum anderen Bratenende hin und lege die beiden Enden auf der Oberseite mittig übereinander. Dann wickelst du die Garnenden in regelmäßigen Abständen von etwa 2 cm um das Fleisch. Jedes Mal, wenn sie sich an der Oberseite treffen, überkreuzt du sie einmal, d.h. du schlägst sie wieder übereinander.
  5. Bist du am anderen Bratenende angekommen, machst du dort wieder einen Doppelknoten. Nun wickelst du das Ganze noch einmal längs entlang der Unterseite des Bratens und führst das Garn zum Anfangspunkt an der Oberseite zurück. 
  6. Wandere etwa 2 cm zur Seite und mache dort wiederum einen Doppelknoten. Von dort aus arbeitest du dich wieder zum Endpunkt: Schlage das Garn nacheinander um alle Ringe. Am letzten Ring macht du wieder einen Doppelknoten und wickelst das Garn wie gehabt an der Unterseite entlang bis zum Punkt, an dem du gerade angefangen hast. Jetzt kommt ein dritter Garnstreifen auf die noch leere Längsseite und du verfährst wie eben. Binde wieder einen Doppelknoten an den letzten Ring. Das Garn sollte nun netzartig um die Oberseite des Bratens gespannt und das Fleischpaket damit gut eingepackt sein. Sieh am besten nochmal im Video nach, damit du dir das Ergebnis besser vorstellen kannst. 
  7. Als Nächstes brätst du das Fleisch von beiden Seiten in heißem Fett an und nimmst es dann aus dem Bräter.
  8. Den gleichen Bräter kannst du für das Gemüse nehmen: Erhitze zunächst Öl darin und füge nach und nach Karotten, Sellerie, Zwiebeln und Lauch hinzu. Gib dann das Tomatenmark hinzu und vermische es gründlich mit den anderen Zutaten. Lösche alles mit dem Rotwein ab, rühre gut um und lass alles gemeinsam eine Weile köcheln. Zu guter Letzt gießt du noch die Brühe hinein, kochst die Soße etwas ein und legst das Fleisch zurück in den Bräter.
  9. Das Ganze kommt nun mit dem abgedeckten Braten bei 160° C Umluft für ca. 2,5 Stunden in den Ofen. Wende das Fleisch während des Bratens gelegentlich. 
  10. Nachdem das Werk den Ofen verlassen hat, passierst du die Soße noch durch ein Sieb und bindest sie etwas ab. Diese gießt du dann noch über den angerichteten Braten und fertig ist der Festschmaus.

Na, zu viel versprochen? Das ist ein richtig ungewöhnlicher Leckerbissen, oder? Ein weiterer schmackhafter Braten für die kühlere Jahreszeit ist übrigens die Porchetta-Schweinebauch-Rolle